agrar-GmbH Mönchenholzhausen

Der Mensch im Umgang mit dem Rind

 

Unsere leckere Milch können Sie einmal in der Woche von uns käuflich erwerben.

 

Rohmilchverkauf

 

Wir verkaufen Rohmilch direkt an Verbraucher.

Wann:     jeden Donnerstag

                 14:00 Uhr - 18:00 Uhr

Wo:     im Gelände der agrar-GmbH Mönchenholzhausen

Preis:    1,00 €/Liter

              Die Milch wird in mitgebrachte Behälter abgefüllt.
Es können vor Ort Flaschen erworben werden.

 Die Milch sollte vor dem Verzehr abgekocht werden.

 

Milch und mehr …

Milch kann man trinken.

Und es gibt viele leckere Sachen, die aus Milch gemacht werden können. Joghurt, Quark, Käse, Sahne, Butter und andere Dinge werden in den Molkereien aus unserer Milch hergestellt.

Einiges davon kann man auch mit wenig Aufwand selbst zubereiten.

Wir wollen hier erklären, wie´s geht.

Wenn Ihr Rezepte habt, könnt ihr sie uns gern schreiben. Wir würden sie dann hier mit aufführen.

Das einfachste, was man aus Milch herstellen kann, ist meiner Meinung nach Joghurt. Deshalb fange ich damit an.

 

Joghurt

Man benötigt:

- 1 l Milch      

- Joghurtbakterien    

Es ist egal, welche Milch man nimmt. Auch H-Milch sollte funktionieren. Das habe ich aber nicht selbst ausprobiert.

Die Joghurtbakterien kann man im WWW  bestellen. Oder man kauft sich einen Naturjoghurt, der nicht pasteurisiert ist. Dieser enthält die nötigen lebenden Joghurtbakterien.

Nimmt man Rohmilch – also Milch vom Landwirt, sollte diese zuerst pasteurisiert werden.

Dazu erhitzt man die Milch auf ca. 74 °C für 5 Sekunden. Dann sind keine eigenen lebenden Bakterien mehr in der Milch enthalten.

Dann muss die Milch wieder auf 40 – 45 °C abgekühlt werden. Die Joghurtbakterien überleben keine Temperatur über 50 °C.

Beim Abkühlen bildet sich Haut auf der Milch. Diese rühre ich mit einem Schneebesen wieder unter. Man kann sie aber auch raus nehmen. Da es sich bei der Haut um Eiweiß handelt, möchte ich nicht darauf verzichten.

Nun wird die Milch geimpft. Das heißt, man gibt ca. 2 Esslöffel Naturjoghurt in die Milch und rührt kräftig um.

Danach fülle ich das Milch-Joghurt-Gemisch in kleine Gläser.

Nun muss das Ganze für ungefähr 12 Stunden warm stellen, ca. 40 – 49 °C (immer unter 50 °C). Das kann man im Backofen tun, was aber Energieaufwendig ist.

Ich stelle unsere Gläser in eine Kühlbox. Diese habe ich mit einem Handtuch ausgelegt und lege zwei Behälter mit heißem Wasser dazu, die zusätzlich Wärme spenden.

Nach ca. 12 Stunden ist der Joghurt eigentlich fertig. Er kommt dann noch zum Abkühlen in den Kühlschrank.

Mit ein paar frischen Früchten aus dem Garten und ein paar Sonnenblumenkernen hat man einen gesunden Nachtisch. Oder er ist auch als Salatdressing zu einem frischen gemischten Salat sehr gut geeignet.

Da es sich hier um ein wirkliches Naturprodukt handelt, ist er nicht so fest, wie ein gekaufter Joghurt. Er ist stichfest, aber nicht stabil. Sobald man ihn umrührt, wird er flüssiger.

Aber dafür weiß man genau, was drin ist. 

Nämlich Milch und Joghurtbakterien – mehr nicht. 





 Milch ist nicht gleich Milch

Milchkenner wissen dies bereits. Man kann es auch geschmacklich merken, aber wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen den einzelnen Varianten:

Rohmilch:                         Bei Rohmilch handelt es sich um  unbehandelte Kuhmilch direkt vom Tier. Die Rohmilch wird nur gefiltert und unmittelbar nach dem Melken auf 4-6 °C gekühlt. Die  Haltbarkeit von Rohmilch liegt bei gekühlter Lagerung bei 2 bis 3 Tagen.

Diese Milch können Sie bei uns kaufen. Sie darf allerdings nur direkt vom Erzeuger vor Ort abgegeben werden.

Rohmilch sollte vor dem Verzehr abgekochwerden.

Pasteurisierte Milch: Hier wird die Rohmilch einer ersten Verarbeitungsstufe unterzogen. Sie wird kurzzeitig auf 75 °C erhitzt. Dadurch werden alle in der Milch enthaltenen Bakterien abgetötet. Leider gehen dabei auch einige Vitamine verloren. Alle anderen Inhaltsstoffe (Fett, Eiweiß, Laktose) sind unverändert.

Die Milch ist länger haltbar als Rohmilch und darf somit vor dem Verkauf auch weitere Strecken transportiert werden. Diese Milch  bekommt man an den Milchtankstellen, die weiter weg von den landwirtschaftlichen Betrieben stehen, zu kaufen.

Frischmilch:                    Ab hier beginnt die Verarbeitung in der Molkerei. Diese Milch wird ebenfalls pasteurisiert. Zusätzlich ist sie homogenisiert. Das heißt, die in der Milch enthaltenen Fettkügelchen werden unter hohem Druck zerkleinert. Sie verteilen sich dadurch  gleichmäßiger in der Flüssigkeit und es wird das Ausrahmen verhindert. Bei homogenisierter Milch bildet sich kein Fettrand mehr oben an der Verpackung.

ESL-Milch:                        Diese Milch erkennt man an der Aufschrift  „länger haltbar“ auf der Verpackung.

Hier wird die Milch im ersten Schritt in Rahm und Magermilch separiert. Dann werden beide Komponenten getrennt erhitzt. Da das  Eiweiß bei zu hoher Erhitzung einen verbrannten Geschmack entwickelt, wird es in einem schonenden Mikrofiltrationsverfahren entkeimt. Der Rahm wird für 1-4 Sekunden auf 104-108 °C erhitzt. Danach werden beide Komponenten wieder zusammengemischt.

 Sie ist dann ungeöffnet doppelt so lange haltbar, wie die Frischmilch (21 Tage). 

H-Milch:                             Die H-Milch wird durch Ultrahocherhitzung  haltbar gemacht. Sie wird für einige Sekunden auf 135 °C erhitzt. Dadurch werden alle vermehrungsfähigen Keime, auch Sporen von        Bazillen abgetötet. Diese Milch ist in der geschlossenen Verpackung auch ohne Kühlung bis zu 3 Monate haltbar. 

Frischmilch und auch H-Milch sind in ihren Inhaltsstoffen (Fett, Eiweiß) standardisiert. Das heißt, durch technische Verfahren (Zentrifugieren) werden Fett und Eiweiß auf die auf der Verpackung ausgewiesenen Werte eingestellt. Da weiß man genau, wie viel Fett und Eiweiß in der Milch ist. Handelsüblich sind 3,5 % Fett oder 1,5 % Fett.