agrar-GmbH Mönchenholzhausen

Der Mensch im Umgang mit dem Rind

Meinungen / Wahrheiten über Landwirte und die Landwirtschaft allgemein:

Hier werden wir immer wieder Themen aufgreifen, die aktuell diskutiert werden und unsere Meinung dazu kundtun.


Fakt Ist am Montag, 25.3.2019 im MDR Fernsehen:

„Die Krise auf der Wiese“

Es ging um´s Insektensterben und laut Vorschau sollten die Ursachen dafür herausgearbeitet werden.

Aber wie das immer so ist, wurde die moderne Landwirtschaft und der Pflanzenschutz als Hauptursache herausgestellt.

Gründe für Pflanzenschutzmaßnahmen werden nicht akzeptiert. Es ist halt falsch, unsere Pflanzen vor Schädlingen zu schützen.

Die meisten Hunde und Katzenbesitzer führen regelmäßig Wurmkuren bei ihren Lieblingen durch und bei Läusebefall werden chemische Mittel zum Bekämpfen dieser verwendet. Warum dürfen wir das bei den Pflanzen nicht tun, die einmal als Lebensmittel verwendet werden sollen?

Unsere Ackerkulturen sind der Witterung schutzlos ausgesetzt. Und die hat auch  einen großen Einfluss auf die Entwicklung von Schadinsekten. Passt das Wetter nicht, steht die Pflanze unter Stress. Und gestresste Pflanzen sind genauso wie wir anfälliger gegen Krankheiten und Schädlinge.

Eine gesunde Ernährung (auf dem Acker Düngung), also eine optimale Versorgung mit Nährstoffen macht alle Lebewesen widerstands-fähiger gegen Schadorganismen (Bakterien, Pilze, Läuse …).

Das Wetter hat einen großen Einfluss darauf, ob die Pflanze die zur Verfügung gestellten Nährstoffe auch aufnehmen kann.

Es ist auch so, dass sich Insekten massenhaft vermehren können, da sie einen sehr schnellen Generationswechsel haben.

Durch die moderne Infrastruktur werden die Lebensräume für die Population der Insekten immer weniger. Am Tag werden allein in Deutschland 600.000 m² Fläche versiegelt durch Radwege, Einkaufsmärkte, Gewerbegebiete, Autobahnen usw.

Insektizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) werden in der modernen Landwirtschaft erst eingesetzt, wenn bestimmte Schadschwellen überschritten sind. Das heißt, erst wenn so viele Schädlinge im Feld sind, dass die Pflanzen gefährdet sind, wird gespritzt.

Dann gibt es für die jeweiligen Insektizide natürlich Anwendungsbestimmungen. Es ist vorgeschrieben, zu welcher Zeit und in welcher Menge die Mittel angewendet werden dürfen, damit die Spritzmittel nur auf den zu bekämpfenden Schädling wirkt.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln darf nur durch qualifizierte Personen durchgeführt werden. Unsere Ackerbauern müssen sich regelmäßig in der Anwendung der Pflanzenschutzmittel schulen lassen, damit die Anwendungsvorschriften ordentlich eingehalten werden.

Es ist so, wir sind uns unserer Verantwortung bewusst. 



Für die Ernährung eines Bürgers

benötigten wir im Jahr 1900             1 ha Fläche

heute benötigen wir                             0,2 ha Fläche

 Je moderner die Landwirtschaft, desto mehr Platz bleibt für die Natur und die Träume der Menschen.

  • Dadurch stehen heute Flächen für Häuschen im Grünen, Autobahnen, Stromtrassen, Sonnenvoltaikparks, für Naturschutz- und Naherholungsgebiete und Sportstätten zur Verfügung.

(Dont´t go veggie!, U.Pollmer, G.Keckl, K.Alfs)

 

 

 Wir Landwirte und Soja

In einem ARD Fernsehbericht hieß es:
98 % der weltweiten Sojaproduktion werden in der Tierfütterung eingesetzt.

Die Wahrheit aber ist:

Wir Landwirte verfüttern zum größten Teil Sojaextraktionsschrot.

Dabei handelt es sich um ein Abfallprodukt, welches bei der Sojaölherstellung anfällt.

Das wertvolle Sojaöl finden wir  in vielen Lebensmitteln, wie Margarine, Tofu, Speiseöl, aber auch im Biodiesel wieder.

Sojaextraktionsschrot ist sehr eiweißreich und somit gut geeignet die energiereichen einheimischen Futtermittel auszugleichen.